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Freitag, 23. Mai 2014

Raffaello-Torte

 Geburtstage sind immer eine gute Gelegenheit, mal wieder etwas leckeres zu backen - diesmal sommerlich frisch mit Himbeeren und Raffaello-Konfekt. 


Rezept Raffaellotorte
Zutaten (für eine Springform)
Biskuitboden
3 Eiweiß 
3 Eigelb
3 EL warmes Wasser
100g Zucker
eine Prise Salz
100g Mehl
50g Speisestärke

Himbeerfüllung
1 Beutel TK-Himbeeren (750g)
3-4  EL Wasser
2 gehäufte EL Zucker
2 leicht gehäufte EL Speisestärke

Sahneschicht
400g Schlagsahne (2 Becher)
2 Packungen Raffaello (ges. 300 bis 400g, je nach Packungsgröße)
2-3 EL Kokosraspel (kann man auch weglassen)

1. Boden (am besten am Vortag backen)
- Springform mit Backpapier auslegen, Ofen auf Mittelhitze (175°C) aufheizen - keine Umluft!
- Eiweiß leicht schlagen, etwa die Hälfte vom Zucker einrieseln lassen, steif schlagen, beiseite stellen
- Eigelbe mit dem restlichen Zucker, einer Prise Salz und 3 EL warmem Wasser weißschaumig schlagen (das dauert eine Weile, die Eimasse färbt sich langsam immer heller bis zu einem ganz zarten Gelb, wenn es nicht mehr heller wird kann man aufhören zu schlagen)
- Mehl und Speisestärke mischen und auf die Eigelbmasse sieben, die Hälfte des Eischnees darauf. Alles vorsichtig mit einem Rührlöffel untermischen, die Masse soll schaumig bleiben. (nicht mit dem Schneebesen, das gibt zu große Luftblasen)
Dann den restlichen Eischnee ebenfalls darunter rühren.
- die Masse in die Springform füllen, ein paarmal damit auf die Arbeitsfläche klopfen, damit größere Luftblasen nach oben steigen und platzen
- 20-25 min backen, 5 min abkühlen, aus der Form lösen 
- umgedreht auf ein Kuchengitter legen, Backpapier abziehen, fertig auskühlen lassen

2. Himbeerfüllung
- Himbeeren in einer großen Schüssel auftauen lassen, den Zucker kann man gleich darüber streuen oder erst später beim kochen zugeben
- aufgetaute Himbeeren durch ein Sieb passieren (wer keine Mitesser hat die Probleme mit den Kernchen haben kann diese Matscherei diesen Schritt auch weglassen)
- Springform mit Backpapier auslegen, Biskuitboden hineinlegen - alternativ einen Tortenring um den Boden legen 
- Himbeermasse in einen Topf geben und erhitzen, wenn es beginnt zu kochen (Spritzgefahr) vom Herd nehmen
- Speisestärke mit dem Wasser glatt rühren und zu den Himbeeren geben, nochmal aufkochen.
- sofort heiß auf den Boden geben und glattstreichen (ich nehme dazu einen Teigschaber)
- abkühlen lassen

3. Sahneschicht
- 20 Raffaellokugeln halbieren, die Mandeln entfernen und den Rest zermatschendrücken
- die Schlagsahne in einer großen Schüssel steif schlagen und die Raffaellomasse darunter mischen
- auf die Himbeermasse streichen, mit Kokosraspeln bestreuen
- restliche Raffaello halbieren und die Torte damit verzieren
- bis zum servieren kühl stellen

gut gekühlt hält sich der Kuchen ohne Probleme 2 Tage

Bei uns in Thüringen ist es ein alter Brauch dass zu Festen Blechkuchen gebacken werden, die man dann zu so kleinen Stücken schneidet, dass wirklich von jedem gekostet werden kann. Deshalb habe ich ihn dieses Mal nicht als Torte, sondern auf einem kleinen Backblech gemacht und ihn nur mit Kokosraspeln leicht bestreut. 
Für ein großes Backblech sollte man die Zutaten mit 1,5 multiplizieren.


Freitag, 14. Februar 2014

Gebacken: Browkies

Nein, ich habe mich nicht verschrieben... 

Dieses Gebäck ist ein Brownie mit einem Cookie kombiniert - eben ein Browkie. Gesehen mal irgendwo, beiseite gelegt weil mir das Rezept nicht gefiel, und nun mit meinen Lieblingsrezepten gebacken und für gut befunden.


Man braucht für 12 Browkies

Brownie-Teig
80 g Zucker
1 Prise Salz
60 ml neutrales Öl 
1 großes Ei
3-4 EL Milch
1/2 TL Vanilleextrakt (oder 2 TL Vanillezucker)
50 g Mehl
40 g Back-Kakao
50 g gehackte Zartbitter-Schokolade

1. Backofen auf 175°C (Mittelhitze) vorheizen
2. Mehl und Kakaopulver mischen und sieben
3. alle übrigen Zutaten (außer der Schokolade) gut mischen, aufschlagen (ich nehm dazu eine Gabel, ein Mixer tuts auch)
4. Mehlmischung und gehackte Schokolade untermischen, es sollte ein zähflüssiger Teig werden

nun den Cookie-Teig zubereiten:
40g weißer Zucker
40g brauner Zucker
1 Prise Salz
1/2 TL Vanilleextrakt
1 Ei 
100 g weiche Butter
190 g Mehl
1/2 TL Natron
50 g gehackte Zartbitter-Schokolade

1. Butter, Zucker und Salz gut verrühren, Ei und Vanille unterrühren
2. Mehl und Natron mischen, über die Buttermischung sieben, gehackte Schokolade dazugeben und alles gut unterheben (wer den Mixer nehmen will bitte die Knetwendel benutzen. ich nehm eine Gabel) und leicht verkneten - nicht zu lange, sonst wird der Teig zu fest

Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen, die Browniemasse in die Förmchen verteilen.
Aus dem Cookieteig etwa walnussgroße Kugeln formen und auf die Browniemasse setzen.
20 - 25 min backen, bei der Stäbchenprobe (im dunklen Teig) dürfen noch kleine Krümel am Stäbchen kleben. 
5 min in der Form aubkühlen, dann auf ein Rost setzen und fertig abkühlen lassen.
Ofen auf 150°C herunterstellen und aus dem restlichen Cookieteig Cookies backen (oder die doppelte Menge Brownie-Teig machen und 24 Browkies backen):
Backblech mit Backpapier auslegen
kleine Teigkugeln mit etwas Abstand darauflegen und bei 150°C ca 15 min backen
auf dem Blech abkühlen lassen, sonst zerbrechen sie




Guten Appetit!



Montag, 26. August 2013

Stachelbeer-Baiser

Zur Schuleinführung letzten Samstag habe ich mal wieder gebacken: einen Stachelbeer-Baiser-Kuchen.

Frisch, leicht säuerlich und mit einer süßen Baiserhaube ist dieser Kuchen einer der Lieblingskuchen meiner "Großen". Leider habe ich mal wieder vergessen zu fotografieren bis er fast alle war...



Zutaten für ein Backblech:

Für den Teig (der Teig wird relativ dünn, wer dicken Teig lieber mag nimmt die doppelte Menge):
- 75 ml Milch
- 20 g frische Hefe (1/2 Würfel)
- 300 g Mehl
- 1 EL Vanillezucker
- Prise Salz,
- 75 g Zucker
- 100 g Butter
- 2 Eigelb (M)

Für die Füllung:
- 3 Gläser Stachelbeeren
- 3 leicht gehäufte EL Speisestärke
- 6 EL Zucker

Für den Baiser:
- 6 Eiweiß (M)
- 6 EL Zucker

Wichtig: Für den Hefeteig müssen alle Zutaten Zimmertemperatur haben

1. Für den Teig eine halbe Tasse Milch leicht erwärmen, Hefe darin auflösen. Mehl, Vanillezucker und Zucker mischen, eine Mulde eindrücken und die Hefemilch einrühren. Abgedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen. Restliche Milch, 1 Prise Salz, Butter und Eigelb mit den Knethaken unter den Teig kneten und nochmal gehen lassen (30-60 min). 

 - Eiweiß bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen -

2. Für die Füllung Stachelbeeren abtropfen lassen, Saft auffangen, mit Wasser auf 600 ml auffüllen.

3.Den Hefeteig auf einem gebutterten Backblech ausrollen, mit einer Gabel mehrmals einstechen und mit einem Tuch zugedeckt gehen lassen bis die Stachelbeermasse fertig ist.

4. Herd auf Mittelhitze (175°C, Gas Stufe 2) vorheizen.

5. Speisestärke mit 6 EL Saft anrühren. Übrigen Saft mit 6 EL Zucker aufkochen, Topf vom Herd nehmen(!). angerührte Stärkemischung einrühren und unter Rühren aufkochen. Beeren vorsichtig unterheben, etwas abkühlen lassen.

6.. Stachelbeermischung auf den Teig geben. Im vorgeheizten Backofen, untere Einschubleiste, ca. 35 Minuten backen.

7.. Für das Baiser Eiweiß fast steif schlagen, beim weiterschlagen den Zucker langsam einrieseln lassen. Auf der Stachelbeerfüllung verstreichen oder mit einem Spritzbeutel aufspritzen. Nochmals ca. 10 Minuten überbacken, bis das Baiser leicht gebräunt ist. Nach dem Abkühlen bilden sich die charakteristischen "Perlchen".


Tipp: Kuchen mit Baiserdecke lässt sich besser schneiden wenn man das Messer mit geschmacksneutralem Speiseöl einfettet. 


... und zum Naschen gab es auch wieder Plätzchen - eine ganze Blumenwiese:



Sonntag, 3. März 2013

Zitronencupcakes

Heute ist der 03.03. - Japan feiert Hina-Matsuri, das "Prinzessinnenfest". Traditionell stellt man Podeste auf, auf denen ein kleiner Hofstaat an Puppen präsentiert wird, die sich oft schon seit Generationen in der Familie befinden.
Die Mädchen der Familien laden einander ein, man betrachtet die Puppen und nascht leckere Kleinigkeiten, bevor man zur nächsten Freundin weiterzieht.

Eine solche Kleinigkeit könnten solche Zitronencupcakes sein, nicht zu süß, ein bisschen zitronig und seeehr lecker.



Für 24 Mini-Cupcakes benötigt man:
120g weiche Butter
90g Zucker
2 Eier
150g Mehl
1 TL Natron
50 ml Milch
2 EL Zitronensaft

Und so gehts:
 Ofen auf Mittelhitze (175°C) vorheizen, Muffinblech mit Papierförmchen auslegen.

 Butter und Zucker cremig rühren, dann die Eier einzeln unterrühren und den Zitronensaft dazugeben. Mehl und Natron mischen und mit der Milch abwechselnd unter die Masse rühren.

 Nun kann man den Teig mit dem Löffel in die Förmchen kleckern; ich fülle ihn in einen Gefrierbeutel, schneide eine Ecke ab und spritze den Teig in die Förmchen. Mit ein wenig Übung geht das ganz gut und vor allem schneller als mit dem Löffel.

 Nach 5-8 min sind die Minis fertig; wer daraus normalgroße Cupcakes macht muss 12-15 min warten (Stäbchenprobe nicht vergessen). Abkühlen lassen - ich backe sie immer einen Tag im voraus.

Für das Zitronen-Frischkäse-Frosting nimmt man
75g weiche Butter
90g Puderzucker
2 EL Zitronensaft und 150g Frischkäse, gut abgetropft

 Butter und den gesiebten Puderzucker gut verrühren, es muss eine glatte samtige Masse werden. Frischkäse und Zitronensaft glattrühren und unter die Butter-Zucker-Masse rühren bis sich alles gut vermischt hat.

 In einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen. In der Mitte der Cupcakes ansetzen und spiralförmig nach außen eine Rose spritzen.



Sonntag, 22. Juli 2012

Inspiriert : Cranachan-Variation

Das erst Mal aß ich diese Leckerei im "Dubliner" - einem Pub in der Erfurter Innenstadt - und ich fand es so lecker, dass ich es gern selbst gemacht hätte... aber das Original-Rezept verlangt neben frischen Himbeeren auch guten Scotch Whiskey und Schottischen Heidehonig... Zutaten, die man nicht unbedingt daheim hat.
Also habe ich eine alkoholfreie Variante versucht mit dem, was ich derzeit zur Verfügung habe:

Cranachan-Variation mit Johannisbeeren












eine Hand voll Johannisbeeren (ca 60g)
200g Sahne-Joghurt nach griechischer Art (10%)
2 EL flüssiger Akazienhonig
2 gehäufte EL Haferflocken

Die Johannisbeeren waschen und von den Stielen abstreifen, einige zur Dekoration beiseite legen, den Rest in 2 Gläser aufteilen.
Joghurt mit einem Schneebesen cremig rühren, dabei den Honig unterziehen, zum Schluss die Haferflocken unterheben. Auf die Beeren füllen und mit den restlichen Beeren garnieren - fertig.

Wer möchte, kann die Haferflocken wie im Original-Rezept leicht (!) anrösten, mir persönlich schmecken sie ungeröstet besser.